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Thema: Der Nostalgieclub
Gerlinde Franziska (offline)
Großer Seebar



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Deutschland
icon1   Der Nostalgieclub #1 Datum: 23.05.2009, 18:52  

Nachdem ich zum ersten Mal eine Schreib-Blockade hatte, wurde mir geraten meine durcheinander wirbelnden Gedanken solange in mündlicher Form von mir zu geben, bis es mit dem Schreiben wieder klappt. Das Problem war nur die Frage, wem ich meine kreuz und quer treibenden Gedanken erzählen sollte. Auf der Suche nach Leidensgenossen wurde ich erstaunlich schnell fündig und wir beschlossen den Nostalgie-Club zu gründen und einmal monatlich in unseren Erinnerungen zu schwelgen.

Gestern war ich wieder mal an der Reihe in meinem Erinnerungskästchen zu kramen und weil es alle so spannend fanden, habe ich beschlossen mein Erlebnis auch hier zu erzählen.

Nachdem ich wieder mal einen Film mit Marlon Brando gesehen hatte und abends bei meinem Lieblingslied von Freddy „Unter fremden Sternen“ eingeschlafen war, beschloss ich diese beiden Männer nun endlich einmal zu treffen und das am besten gemeinsam. Einer meiner Exmänner war Filmproduzent und so dauerte es nicht lange, bis er beide unter dem Vorwand eines Castings zu einem Termin nach Hamburg locken konnte, und mir somit die Möglichkeit eines Treffens gab.

Zuerst waren sie natürlich etwas gekränkt, weil es noch kein Drehbuch gab. Aber ich konnte sie von meiner Idee überzeugen, einen Life-Film zu drehen. Das heißt, wir mieteten zwei Boote. Auf dem einen waren Marlon Brando, Freddy Quinn und ich und auf dem anderen die Filmcrew, die einfach mal alles filmen sollte was uns so einfiel zu tun.

Zuerst war ich wie gelähmt in der Gegenwart der geballten Männlichkeit des Marlon Brando und der sensiblen, einfühlsamen Art von Freddy. Aber schnell beschlossen wir von der Elbe aufs offene Meer zu segeln. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir gesegelt sind, aber als uns die Vorräte langsam ausgingen, beschlossen wir einfach auf der nächsten Insel anzulegen. Marlon ging als erster an die Land. In der einen Hand hielt er eine Machete und in der anderen Hand einen Vorderlader. Aber anstelle der Kannibalen, die wir befürchtet hatten, trafen wir auf eine Blaskapelle, die vor uns hier angkommen war. Sie hießen uns herzlich willkommen und Freddy und ich legten gleich los um zu ihrer Musik mitzusingen.

Das machte Marlon total eifersüchtig, denn er hatte sich schon Hoffnungen bei mir gemacht. Nun wissen ja alle, dass Marlon nicht gerade ein zurückhaltender Typ war. Und so packte der die Pauke von einem der Musikanten, der dachte dass Marlon mitspielen wollte. Marlon aber stürzte mit der Pauke auf Freddy los, haute sie im über den Kopf, so dass Freddy mitten drin stecken blieb, packte mich, zog mich auf ein, von den Musikanten gebautes Floß und entführte mich wieder auf das Meer.

Der einzige, der sich noch mit aufs Floß schwingen konnte, war Vico Torriani, der damals mit Mitte 30 schon unglaublich gut ausschaute. Im Nachhinein konnte ich gar nicht verstehen, wie er mir unter den Blasmusikanten nicht aufgefallen war. Wenn ich Vico anschaute, schmolz ich dahin und er Marlon war überhaupt nicht mehr interessant für mich. Da ich jedoch nicht wollte, dass Vico von Marlon über Bord geworfen wurde, ließ ich mir meine Zuneigung zu Vico (der sie wohl gespürt hatte) nicht anmerken. Vico redete mit Engelszungen auf Marlon ein und brachte ihn dazu, wieder zur Insel zurückzukehren, wo Vico mit der Blaskapelle und einigen anderen Stars, die noch ankommen sollten, eine neue Folge von „Hotel Victoria“ drehen wollte. Er versprach uns, alle dementsprechend ins Rampenlicht zu bringen und auch ein Duett mit Marlon und mir mit in die Show einzubauen.

Zurück auf der Insel machten wir uns gleich daran an Text des Duetts zu feilen und Vico komponierte die Musik dazu. Beim Proben hörte ich plötzlich ein schrilles Klingeln, das nicht aufhören wollte. Total irritiert versuchte ich der Ursache dafür nachzugehen, bis ich schließlich merkte dass mich der Wecker aus meinem Traum riss. Ich hatte ihn mir gestellt, weil ich noch eine Geschichte zu unserer Lesung über die 50er Jahre schreiben wollte.

© Gerlinde Franziska Bauer
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Sonja Rabaza* (offline)
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Die Richtung des Windes kann ich nicht bestimmen aber ich kann meine Flügel stärken, damit ich mein Ziel dennoch erreiche

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icon1   Re: Der Nostalgieclub #2 Datum: 24.05.2009, 10:30  

Wenn man so aus seinen "schönsten" Träumen geweckt wird, ist es
schon sehr enttäuschend (lach).
Eine schöne Geschichte - hat mir viel Freude gemacht, sie zu lesen! freuendes Smilie
LG Sonja Hab Dich lieb ! Harfen-Musik
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inselchen* (offline)
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icon1   Re: Der Nostalgieclub #3 Datum: 24.05.2009, 11:49  

Das wirkt ja täuschend echt bis zur Aufklärung. Lächeln
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gabi (offline)
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icon1   Re: Der Nostalgieclub #4 Datum: 24.05.2009, 13:28  

köstlich, liebe gerlinde franziska.
warum hast den sinatra nicht dazu genommen? oder hast du den mir überlassen...
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inselchen* (offline)
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icon1   Re: Der Nostalgieclub #5 Datum: 24.05.2009, 13:54  

den hat sie dir überlassen, Gabi.
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Gerlinde Franziska (offline)
Großer Seebar



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icon1   Re: Der Nostalgieclub #6 Datum: 26.05.2009, 21:36  

@Gabi: gegen Vico verblasst der Franky - da kannst ihn also haben gröööööööööööhl
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inselchen* (offline)
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icon1   Re: Der Nostalgieclub #7 Datum: 26.05.2009, 22:10  

wenn ich an Vico denke, fällt mir immer diese Kochschau ein bei "Verstehen Sie Spaß". Da hat Vico vom Feinsten gekocht und die edelsten Weine aufgefahren und die Gäste haben dann alles Mögliche gemacht, was ein Gourmet überhaupt nicht verträgt, Ketchup und Maggi übers Essen gegeben, Wein mit Cola vermischt... Oh, Mann, der Arme konnte sich gar nicht mehr zusammenreißen. Breites Grinsen
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Gerlinde Franziska (offline)
Großer Seebar



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icon1   Re: Der Nostalgieclub #8 Datum: 26.05.2009, 22:16  

Mit 24 Jahren habe ich mir, nachdem ich ein Jahr lang zwei Jobs durchgezogen habe, eine Karibikkreuzfahrt geleistet.

Der Koch für die Desserts sah aus, wie Vico Torriani in jungen Jahren. Einfach zum dahin schmelzen.

Ich hab extra immer einen Gang ausgelassen, um seine (meist flambierten) Desserts noch genießen zu können.
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