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Thema: Rezension der Katze von Frau Wagner
inselchen* (offline)
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Beiträge: 17030
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Mitglied seit: 27.09.2005

Deutschland
icon1   Rezension der Katze von Frau Wagner #1 Datum: 14.07.2009, 15:30  

M-F Hakket

Die Katze von Frau Wagner, Roman, Bremervörde 2007, die 2. Auflage ist nun erschienen, herzlichen Glückwunsch.

Bereits das Cover ist ein Eye-Catcher. Schrift, Farbe und Motiv sind aufeinander abgestimmt. Zunächst wirkt das Cover ruhig, doch bei näherem Betrachten kann man in dem Katzenauge, in dem ein heller Funke aufblinkt, eine gewisse Lauerstellung erkennen, die die Ruhe durchbrechen oder sogar nutzen könnte und in der grünen Farbe, die aus dem schwarzen Hintergrund hervorgeht, den Eindruck gewinnen, dass hinter der Ruhe etwas Unheimliches wartet.


Die Protagonistin Anna Wagner ist eine völlig unscheinbare Person, völlig grau und unscheinbar, grau ist das Hochhaus, in dem sie lebt, grau sind die Speisen, die sie sich zubereitet, unwichtig und grau sind die Sendungen, die sie sieht, grau ist ihr Alltag, sie ist ein Nichts, eine Person, die nicht zählt, die nicht auffallen will.

Doch eines Tages - völlig unerwartet - kommt eine plötzliche Wende. Eine schwarze Katze läuft ihr zu, Frau Wagner erfährt Aufmerksamkeit und Zuwendung, ihr ganzes Leben verändert sich. Aus der grauen unscheinbaren Frau, aus dem Nichts, wird ein Jemand, eine Person. Der aufmerksame Leser erfährt, warum es dazu kommen konnte, dass Frau Wagner so grau und unscheinbar gewesen war, er erfährt die Gründe, die ihr Leben bestimmt haben und er erfährt auch die Gründe ihrer Wandlung und kann miterleben, wie die Umwelt auf diese Wandlung reagiert und ob diese Wandlung für sie und ihr Umfeld gut sein wird.

Dieses Buch habe ich mit sehr großem Interesse gelesen. Der Autor hat tiefenpsychologisch gedacht und beleuchtet, warum es Situationen und Denkweisen gibt, wie sie hier beschrieben sind. Er beschreibt die Ursachen von Intrigen und Vorteilsdenken - gepaart mit menschlichen Wünschen, oft auch unterdrücken Wünschen der Menschen -und auch die Genese scheinbar unerklärbarer Handlungen, die jedoch vor dem eigenen Ego der handelnden Personen bestehen können.

Zudem beherrscht der Autor eine Sprache, die den Leser in seinen Bann zieht, vor allem durch lautmalerische Ausdrücke. Auch die Namensgebung der Personen ist sehr interessant.


Der Autor wurde 1972 in Berlin geboren und lebt seit 2003 in Norddeutschland. 2007 erschein sein Debütroman „Die Katze von Frau Wagner“. Er ist u.a. mit zwei Kurzgeschichten in der Anthologie „Mordszeichen“ vertreten. Hakket schaut in die düsteren Ebenen der menschlichen Seele und versucht diesen ironische Seiten abzugewinnen.

Insgesamt: Dieses Buch ist nicht lieb und nett geschrieben, den Anspruch hat es auch nicht, es ist unglaublich interessant und fesselnd. Es lässt den Leser mitdenken und nachdenken. Für den mündigen Leser ist dieses Buch ein absolutes Muss.

Elfie Nadolny
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ElfieNadolny (offline)
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Deutschland
icon1   Re: Rezension der Katze von Frau Wagner #2 Datum: 09.04.2018, 19:44  

hochschieb
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