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Board >>  Kreatives Schreiben >>  Schreiben nach Aufgaben >> Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen
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Thema: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen
inselchen* (offline)
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icon1   Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #1 Datum: 29.04.2011, 11:42  

Angie lernte Sophie im Internet kennen und mochte sie auf Anhieb.
Sie mochte ihre offene ehrliche Art und ihr Einfühlungsvermögen so sehr. Sie schrieben einander und eines Tages gab es eine Gelegenheit einander kennenzulernen und Sophie versprach, dass es Erdbertörtchen geben würde.

Da die Beiden sich bisher noch nie gesehen hatten, redeten sie ganz viel, alles, was sie eigentlich schon lange sagen wollten... Die Erdbeertörtchen schienen vorübergehend in Vergessenheit zu geraten. So schien es. Doch plötzlich: Welch ein Schreck. Die Törtchen waren einfach weg.
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Die Richtung des Windes kann ich nicht bestimmen aber ich kann meine Flügel stärken, damit ich mein Ziel dennoch erreiche

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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #2 Datum: 29.04.2011, 13:12  

Ja, die Törtchen, die Sophie mit so viel Liebe zubereitet hatte - Mürbteigboden, mit ganz vielen frischen roten Erdbeeren belegt - es war ja Erdbeersaison - und einem kleinen Sahnehäubchen obenauf, waren plötzlich verschwunden. Wie war das nur möglich?
Eine Katze oder einen Hund hatten wir nicht, auch keinen Vogel. Der Goldfisch? Nein, unmöglich!

Wir hatten im Garten eine kleine Feldmaus. Sie hatte sich hinter der Garage eingerichtet und lief manchmal in den Abendstunden über unsere Terrasse - sie schien überhaupt keine Angst zu haben – sollte etwa……
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #3 Datum: 29.04.2011, 14:13  

...dieses unscheinbare Tier die Erdbeertörtchen gestohlen haben? Nein, alle Törtchen zu stiebitzen, das war unmöglich - für ein einzelnes Geschöpf dieser Größe. Steckte tatsächlich diese Maus dahinter, dann musste das bedeuten, dass sie nicht allein war, und Sophie sah vor ihrem geistigen Auge schon die Zusammenrottung eines ganzen Mausestaates unter ihrem Haus.

Doch auch das hatte etwas Unwahrscheinliches, denn das Gequieke wäre auch im Erdgeschoss nicht zu überhören gewesen. Dann kam ihr der einzig ihrer Meinung nach zutreffende Gedanke, denn es gab nur ein Tier, das in Häuser eindrang und mithilfe von lediglich zwei bis drei Artgenossen einen solchen Diebstahl bewerkstelligen konnte.

RATTEN!
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inselchen* (offline)
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #4 Datum: 29.04.2011, 17:36  

In der Tat lag es nahe, dass Ratten diese üblen Täter waren. Die Polizei hatte sie schon verhört. Wenn auch diese schlauen Tiere alles abstritten, so sprach doch alles gegen sie.
Doch das Jahr wandelte sich, der Frühling war vorbei, sogar der Sommer und der Herbst und der Winter zog ins Land. Und diesmal ereignete es sich, dass nicht Sophie die Gastgeberin war sondern Angie. Sie hatte eine große Feier geplant und viele Vorbereitungen getroffen, um ihre Gäste zu bewirten. Sie besitzt nur einen ganz kleinen Kühlschrank, aber eine große Terrasse, die ihr im Winter als Außenkühlschrank dient. Und so benutzte sie diesen Kühlschrank zwecks Aufbewahrung ihrer Köstlichkeiten. Es gab Frikadellen, kalte Schnitzel - verziehrt mit Erdbeeren und Salate verschiedenster Art. Diese wurden schön angerichtet in Schüsseln auf einen Tisch auf der Terrasse gestellt und mit einem Deckel versehen. Doch in der Nacht schneite es. Es war nicht zu fassen: am nächsten Morgen standen die Schüsseln mit den Salaten noch unversehrt dort, aber die Schüsseln mit dem Fleisch waren leer und der Deckel lag unversehrt daneben.
Natürlich fiel der erste Verdacht jetzt auf die Tippelbrüder der Stadt. Aber irgendwas stimmte nicht, auf der Terrasse wurde auch Wein für die Feier aufbewahrt und dieser stand noch unversehrt dort. Es gab auch keine Spuren im Schnee. Das Rätsel wurde immer größer. Eine leise Ahnung kam erst auf, als Angie Merseburg besucht hatte und dort nicht nur die Zaubersprüche entdeckt hatte sondern auch ein ganz besonderes Geheimnis von Merseburg. Das hatte etwas damit zu tun, dass einmal in dieser Stadt ein Ring entwendet worden war und ein Diener in Verdacht geraten war, ....

[url=http://www.rabenbaum.com/merseburger-rabe-1.html]psst[/url]
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #5 Datum: 29.04.2011, 18:00  

...und jetzt fiel es ihr wie Schuppen von den Augen: Dieser Diener hatte seinerzeit nicht nur Diebstähle begangen, ohne dabei Spuren zu hinterlassen, sondern auch, wie sich später herausstellte, ungefähr fünftausenddreihundertsiebenundachtzig bestialische Morde begangen. Man nannte ihn seinerzeit den "Merseburger Klaukiller", und die Spurlosigkeit erreichte er durch Verwendung eines Düsengerätes auf dem Rücken (auch das hatte er geklaut, und zwar dem Typ damals auf der Olympiade). Dieser mörderische Diener war, wie Angie heute Morgen aus der Zeitung erfahren hatte, schon Anfang des Jahres aus dem Knast ausgebrochen - und er war ihr und Sophie offenbar gefolgt. Sie wusste jetzt, dass sie beide in allergrößter Gefahr schwebten...
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inselchen* (offline)
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #6 Datum: 29.04.2011, 18:39  

..den beiden Freundinnen wurde klar, dass sie sofort untertauchen mussten. Aber wohin sollten sie gehen? Wo waren sie sicher?
Ihnen war klar, alles musste jetzt schnell gehen, sonst würde sie der Merseburger Klaukiller doch noch entdecken und dann war es aus mit ihnen.
Ein Polizist erzählte ihnen, dass der Merseburger Klaukiller früher ein Doppelleben geführt hatte, als guter Pfadfinder bekannt war und sie ihre Spuren so gut es ging verwischen sollten. Angie hatte daraufhin die Idee mit einem Heißluftballon zu reisen, den ein Freund von ihr gerade für eine Ausflugsfahrt aufgerüstet hatte... (Sonja)


Und dann kam da auch noch die Sprache auf den Zusammenhang der ganzen Sache mit einem Raben und einer Elster. Diese Vögel mussten in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Geschehen stehen und es wurde gemunkelt, sie hätten des Öfteren konspirative Treffen mit dem Diener. Aber ob das wirklich so war, konnte keiner wirklich ergründen, denn da gab es ja diese bisher noch nicht beim Volke bekannte Variante der Tarnkappe, dieses Düsen, ähm... irgendeines umtriebigen Triebes. Es wird gemunkelt, dass bei diesen geheimen Treffen Kreuzungen zwischen Menschen, Tieren und gewissen Früchten zustande kommen sollten und diesmal ging es um eine ganz besonders gefährliche Kreuzung, nämlich um den sogenannten Ärd-Bären, also eine Mischung aus Beeren, Bären und Krumbären oder auch im Volksmund Krumpere oder Grumbeere genannt. Dieses Wesen sieht unglaublich kuschelig aus und zieht somit die Damenwelt an, besonders auch Sophie und Angie, die in der Tat sehr gefährdet sind. Aber ist jemand einmal im Banne dieses Wesens, so kann er sich seiner Anziehungskraft nicht mehr entziehen, ist verloren, wenn nicht ....






P.S. Ich glaub, Hakket kann stolz auf uns sein, das gibt einen Bestseller.











(Bisher wurde dieser Beitrag 1 mal editiert, als letztes von inselchen* am 29.04.2011 @ 19:01)
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Sonja Rabaza* (offline)
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #7 Datum: 29.04.2011, 18:52  

freuendes Smilie freuendes Smilie

..den beiden Freundinnen wurde klar, dass sie sofort untertauchen mussten. Aber wohin sollten sie gehen? Wo waren sie sicher?
Ihnen war klar, alles musste jetzt schnell gehen, sonst würde sie der Merseburger Klaukiller doch noch entdecken und dann war es aus mit ihnen.
Ein Polizist erzählte ihnen, dass der Merseburger Klaukiller früher ein Doppelleben führte und als guter Pfadfinder bekannt war und sie ihre Spuren so gut es ging verwischen sollten. Angie hatte daraufhin die Idee mit einem Heißluftballon zu reisen, den ein Freund von ihr gerade für eine Ausflugsfahrt aufgerüstet hatte...




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Sonja Rabaza* (offline)
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #8 Datum: 29.04.2011, 18:53  

oh Elfie war schneller, mein text war im Anschluss von Merten Text gedacht *grübel*
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #9 Datum: 29.04.2011, 18:58  

müssen wir dazwischen schieben. Lächeln das gibt den bestseller schlechthin, wir werden berühmt! ich versuch mal zu schieben. Lächeln
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #10 Datum: 29.04.2011, 19:03  

..den beiden Freundinnen wurde klar, dass sie sofort untertauchen mussten. Aber wohin sollten sie gehen? Wo waren sie sicher?
Ihnen war klar, alles musste jetzt schnell gehen, sonst würde sie der Merseburger Klaukiller doch noch entdecken und dann wäre es aus mit ihnen.
Ein Polizist erzählte ihnen, dass der Merseburger Klaukiller früher ein Doppelleben geführt hatte, als guter Pfadfinder bekannt war und sie ihre Spuren so gut es ging verwischen sollten. Angie hatte daraufhin die Idee, mit einem Heißluftballon zu reisen, den ein Freund von ihr gerade für eine Ausflugsfahrt aufgerüstet hatte... (Sonja)


Und dann kam da auch noch die Sprache auf den Zusammenhang der ganzen Sache mit einem Raben und einer Elster. Diese Vögel mussten in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Geschehen stehen und es wurde gemunkelt, sie hätten des Öfteren konspirative Treffen mit dem Diener. Aber ob das wirklich so war, konnte keiner wirklich ergründen, denn da gab es ja diese bisher noch nicht beim Volke bekannte Variante der Tarnkappe, dieses Düsen, ähm... irgendeines umtriebigen Triebes. Es wird gemunkelt, dass bei diesen geheimen Treffen Kreuzungen zwischen Menschen, Tieren und gewissen Früchten zustande kommen sollten und diesmal ging es um eine ganz besonders gefährliche Kreuzung, nämlich um den sogenannten Ärd-Bären, also eine Mischung aus Beeren, Bären und Krumbären oder auch im Volksmund Krumpere oder Grumbeere genannt. Dieses Wesen sieht unglaublich kuschelig aus und zieht somit die Damenwelt an, besonders auch Sophie und Angie, die in der Tat sehr gefährdet sind. Aber ist jemand einmal im Banne dieses Wesens, so kann er sich seiner Anziehungskraft nicht mehr entziehen, ist verloren, wenn nicht der Heißluftballon....

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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #11 Datum: 29.04.2011, 19:04  

freuendes Smilie muss für heute passen Hab Dich lieb !
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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #12 Datum: 29.04.2011, 19:05  

...und da dieses Wesen, der Ärd-Bär, bei Angies und Sophies erstem Treffen ausgerechnet die Erdbeeren geklaut hatte, war es somit auch noch bedingt kannibalistisch veranlagt.

Dieses Wesen arbeitete Hand in Hand mit dem Merseburger Klaukiller, und bald schon entwickelte es einen Ruf, der der Bestie von Gevaudan in nichts nachstand.

Angie und Sophie waren gerade dabei, sich in Sicherheit zu flüchten, doch wie es in klischeebehafteten Geschichten wie dieser nun einmal so ist, liefen sie dem grauenvollen, blasphemischen Monstrum direkt entgegen, welches von dem diabolisch lachenden Klaukiller geführt wurde. Das Biest riss seinen 15 Meter großen Rachen auf und machte sich gerade daran, die beiden Mädchen mit einem Bissen zu verschlingen, als plötzlich und unerwartet...
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icon1   Zusammenfassungsversuch (hoffentlkich nix vergessen oder so) #13 Datum: 29.04.2011, 19:51  

Angie lernte Sophie im Internet kennen und mochte sie auf Anhieb.
Sie mochte ihre offene ehrliche Art und ihr Einfühlungsvermögen so sehr. Sie schrieben einander und eines Tages gab es eine Gelegenheit einander kennenzulernen und Sophie versprach, dass es Erdbertörtchen geben würde.

Da die Beiden sich bisher noch nie gesehen hatten, redeten sie ganz viel, alles, was sie eigentlich schon lange sagen wollten... Die Erdbeertörtchen schienen vorübergehend in Vergessenheit zu geraten. So schien es. Doch plötzlich: Welch ein Schreck. Die Törtchen waren einfach weg.

Ja, die Törtchen, die Sophie mit so viel Liebe zubereitet hatte - Mürbeteigboden, mit ganz vielen frischen roten Erdbeeren belegt - es war ja Erdbeersaison - und einem kleinen Sahnehäubchen obenauf, waren plötzlich verschwunden. Wie war das nur möglich?
Eine Katze oder einen Hund hatte Sophie nicht, auch keinen Vogel. Der Goldfisch? Nein, unmöglich!

Doch im Garten war eine kleine Feldmaus. Sie hatte sich hinter der Garage eingerichtet und lief manchmal in den Abendstunden über Sophies Terrasse - sie schien überhaupt keine Angst zu haben – sollte etwa……
...dieses unscheinbare Tier die Erdbeertörtchen gestohlen haben? Nein, alle Törtchen zu stibitzen, das war unmöglich - für ein einzelnes Geschöpf dieser Größe. Steckte tatsächlich diese Maus dahinter? Dann musste das bedeuten, dass sie nicht allein war, und Sophie sah vor ihrem geistigen Auge schon die Zusammenrottung eines ganzen Mausestaates unter ihrem Haus.

Doch auch das hatte etwas Unwahrscheinliches, denn das Gequieke wäre auch im Erdgeschoss nicht zu überhören gewesen. Dann kam ihr der einzige, ihrer Meinung nach zutreffende Gedanke, denn es gab nur ein Tier, das in Häuser eindrang und mithilfe von lediglich zwei bis drei Artgenossen einen solchen Diebstahl bewerkstelligen konnte.
RATTEN!
In der Tat lag es nahe, dass Ratten diese üblen Täter waren. Die Polizei hatte sie schon verhört. Wenn auch diese schlauen Tiere alles abstritten, so sprach doch alles gegen sie.
Doch das Jahr wandelte sich, der Frühling war vorbei, sogar der Sommer und der Herbst und der Winter zog ins Land. Und diesmal ereignete es sich, dass nicht Sophie die Gastgeberin war sondern Angie. Sie hatte eine große Feier geplant und viele Vorbereitungen getroffen um ihre Gäste zu bewirten. Sie besitzt nur einen ganz kleinen Kühlschrank, aber eine große Terrasse, die ihr im Winter als Außenkühlschrank dient. Und so benutzte sie diesen Kühlschrank zwecks Aufbewahrung ihrer Köstlichkeiten. Es gab Frikadellen, kalte Schnitzel - verziert mit Erdbeeren und Salate verschiedenster Art. Diese wurden schön angerichtet in Schüsseln auf einen Tisch auf der Terrasse gestellt und mit einem Deckel versehen. Doch in der Nacht schneite es. Es war nicht zu fassen: Am nächsten Morgen standen die Schüsseln mit den Salaten noch unversehrt dort, aber die Schüsseln mit dem Fleisch waren leer und der Deckel lag unversehrt daneben.
Natürlich fiel der erste Verdacht jetzt auf die Tippelbrüder der Stadt. Aber irgendwas stimmte nicht, auf der Terrasse wurde auch Wein für die Feier aufbewahrt und dieser stand noch unversehrt dort. Es gab auch keine Spuren im Schnee. Das Rätsel wurde immer größer. Eine leise Ahnung kam erst auf, als Angie Merseburg besucht hatte und dort nicht nur die Zaubersprüche entdeckt hatte sondern auch ein ganz besonderes Geheimnis von Merseburg. Das hatte etwas damit zu tun, dass einmal in dieser Stadt ein Ring entwendet worden war und ein Diener in Verdacht geraten war, ....
...und jetzt fiel es ihr wie Schuppen von den Augen: Dieser Diener hatte seinerzeit nicht nur Diebstähle begangen, ohne dabei Spuren zu hinterlassen, sondern auch, wie sich später herausstellte, ungefähr fünftausenddreihundertsiebenundachtzig bestialische Morde begangen. Man nannte ihn seinerzeit den "Merseburger Klaukiller", und die Spurlosigkeit erreichte er durch Verwendung eines Düsengerätes auf dem Rücken (auch das hatte er geklaut, und zwar dem Typ damals auf der Olympiade). Dieser mörderische Diener war, wie Angie heute Morgen aus der Zeitung erfahren hatte, schon Anfang des Jahres aus dem Knast ausgebrochen - und er war ihr und Sophie offenbar gefolgt. Sie wusste jetzt, dass sie beide in allergrößter Gefahr schwebten...
Den beiden Freundinnen wurde klar, dass sie sofort untertauchen mussten. Aber wohin sollten sie gehen? Wo waren sie sicher?
Ihnen war klar, alles musste jetzt schnell gehen, sonst würde sie der Merseburger Klaukiller doch noch entdecken und dann war es aus mit ihnen.
Ein Polizist erzählte ihnen, dass der Merseburger Klaukiller früher ein Doppelleben geführt hatte, als guter Pfadfinder bekannt war und sie ihre Spuren so gut es ging verwischen sollten. Angie hatte daraufhin die Idee mit einem Heißluftballon zu reisen, den ein Freund von ihr gerade für eine Ausflugsfahrt aufgerüstet hatte...
Und dann kam da auch noch die Sprache auf den Zusammenhang der ganzen Sache mit einem Raben und einer Elster. Diese Vögel mussten in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Geschehen stehen und es wurde gemunkelt, sie hätten des Öfteren konspirative Treffen mit dem Diener. Aber ob das wirklich so war, konnte keiner wirklich ergründen, denn da gab es ja diese bisher noch nicht beim Volke bekannte Variante der Tarnkappe, dieses Düsen, ähm... irgendeines umtriebigen Triebes. Es wird gemunkelt, dass bei diesen geheimen Treffen Kreuzungen zwischen Menschen, Tieren und gewissen Früchten zustande kommen sollten und diesmal ging es um eine ganz besonders gefährliche Kreuzung, nämlich um den sogenannten Ärd-Bären, also eine Mischung aus Beeren, Bären und Krumbären oder auch im Volksmund Krumpere oder Grumbeere genannt. Dieses Wesen sieht unglaublich kuschelig aus und zieht somit die Damenwelt an, besonders auch Sophie und Angie, die in der Tat sehr gefährdet sind. Aber ist jemand einmal im Banne dieses Wesens, so kann er sich seiner Anziehungskraft nicht mehr entziehen, ist verloren.
...und da dieses Wesen, der Ärd-Bär, bei Angies und Sophies erstem Treffen ausgerechnet die Erdbeeren geklaut hatte, war es somit auch noch bedingt kannibalistisch veranlagt.

Dieses Wesen arbeitete Hand in Hand mit dem Merseburger Klaukiller, und bald schon entwickelte es einen Ruf, der der Bestie von Gevaudan in nichts nachstand.

Angie und Sophie waren gerade dabei, sich in Sicherheit zu flüchten, doch wie es in klischeebehafteten Geschichten wie dieser nun einmal so ist, liefen sie dem grauenvollen, blasphemischen Monstrum direkt entgegen, welches von dem diabolisch lachenden Klaukiller geführt wurde. Das Biest riss seinen 15 Meter großen Rachen auf und machte sich gerade daran, die beiden Mädchen mit einem Bissen zu verschlingen, als plötzlich und unerwartet...

… gerade der gefährlich anmutende Erd-Bär sein Helfersyndrom entdeckte. Nein, er merkte, dass er zu einer weiteren Freveltat nicht fähig war. Die Mädels wirkten so hilflos auf ihn. Er erkannte, dass er fast Gefahr gelaufen wäre zu einem Monster zu verkommen. Hätte er das nicht bemerkt, hätte er nie wirkliche Liebe aussenden und bekommen können. Eine innere Stimme in ihm hatte ihn gewarnt. Erklärbar war das ganze Spiel nicht, aber eine Fee schwirrte fast unsichtbar herum, kicherte fröhlich in sich rein und dachte sich: „Kinders, macht, was ihr wollt, ich bringe das Gute in die Welt, muss ja keiner merken, dass ich da hinter stecke. Denkt einfach, ihr allein schafft es, Gutes zu bewirken. Ihr allein. Das ist so gut für euer kleines Seelenleben.“

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icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #14 Datum: 29.04.2011, 20:04  

Doch der Erd-Bär hatte die Rechnung ohne den Klaukiller gemacht, der immer noch hinter ihm stand und wütend mit den Armen ruderte.
"Wofür habe ich Dich eigentlich abgerichtet, Du Nichtsnutz?", brüllte er. "Jetzt kommst Du mir mit so einem Schwachsinn, das ist doch was für Bekloppte hier. Alles muss man selber machen."
Der Klaukiller zog ein 500 Meter langes Messer aus der Hosentasche und rannte damit auf die beiden Mädels zu.

Der Erd-Bär aber, der sich eines Besseren besonnennn hatte, kam nun auf die Idee, seinem verrückten Herrchen zu drohen, denn das durfte er ja noch. Er fauchte ihn an mit einem Gebrüll, dass alle Bäume in der Umgebung umfielen und sogar der Wind zurückgetrieben wurde. Der Klaukiller bekam nun echte Angst.
"Was soll das denn jetzt? Ich bin doch immer Dein Freund gewesen..."
Da verfiel er seinerseits auf eine List und setzte sich seine Mütze verkehrt herum und zog sich seine Jacke ebenfalls von vorne nach hinten an. Dann rannte er los.

Der Erd-Bär war zwar jetzt lieb, aber dafür umso bescheuerter und dachte bei sich: "Wie kann der so schnell rückwärts laufen?"
Er rannte dem Klaukiller hinterher im Glauben, dass er vorwärts schneller sei als sein Ex-Herrchen rückwärts und wunderte sich doch sehr. Als der Klaukiller den Erd-Bären weit genug weg gelotst hatte, drehte er sich schlagartig um und...
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Deutschland
icon1   Re: Fortsetzungsgeschichte: Erdbeertörtchen #15 Datum: 29.04.2011, 21:01  

... da auf einmal kamen der Krebs, der rückwärts läuft und die Vögel flogen her. Das war ein Gezwitscher und alle redeten und zwitscherten durcheinander. Der Klaukiller dachte zwar bei sich: Gutheit ist Dummheit. Aber irgendwie bemerkte er auch eine wahnsinnige Gewalt der Friedfertigkeit, die ihn umhaute. Damit hatte er nun auch nicht gerechnet, nein damit nicht. Er wollte immer, dass das Böse in der Welt Einzug nimmt und nun tat sich vor ihm etwas auf, womit er niemals gerechnet hätte. Irgendwas sagte vom hohen Himmel: Tut Gutes!
Das war für ihn unglaublich, wie eine höhere Macht, die stärker war als er. Er empfand sie als bedrohlich. Wich zurück und....
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