ZurückVor  Home | Registrieren | Suchen |   Hilfe   | Themen des Tages | Alle Lampen aus | Login |     
     | Gästebuch | Geburtstage
Hallo Gast

Dies ist ein ganz privates Forum und besteht aus Mitgliedern, die sich meist schon gut kennen. Es ist vergleichbar mit einem gemeinsamen Wohnzimmer und ist für den harmonischen Austausch gedacht. Unsere Themen sind in erster Linie eigene Werke (Gedichte, Geschichten, Grafiken, Fotos).
Wenn du dich gern zu uns gesellen möchtest, bitten wir dich um Verständnis, dass wir dich erst nach näherem Kennenlernen für bestimmte geschützte Bereiche freischalten. Dorthinein kommen nur Mitglieder, die selber durch produktive Beiträge zeigen, dass sie sich einbringen und konstruktiv auf die Beiträge anderer reagieren. Weiteres unter "Allgemein/Beschreibung des Forums"
Herzlich Willkommen sagt das Insel-Team


Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lies Dir die FAQ - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich registrieren, bevor Du Beiträge schreiben kannst: klicke oben auf registrieren, um den Registrierungsprozess zu starten. Um Beiträge zu lesen, suche Dir einfach das Forum aus, das Dich interessiert. Die Registrierung ist natürlich kostenlos.  
2Username:
Passwort:
Suchen:


Seiten: <<  1  >>
Board >>  Geschichten zum Zuhören >>  Elfies Geschichten >> Weihnachten in einem anderen Land (Besuch der Könige?)
Neues Thema    »Antworten«
Seite Drucken
red.gif Autor:
Thema: Weihnachten in einem anderen Land (Besuch der Könige?)
inselchen* (offline)
Administrator




Wenn Freunde sich wirklich annehmen, ist es ein Geschenk.

Beiträge: 17030
Geschlecht:
Mitglied seit: 27.09.2005

Deutschland
icon1   Weihnachten in einem anderen Land (Besuch der Könige?) #1 Datum: 04.01.2008, 15:47  

Weihnachten in einem anderen Land

Sie waren nun in dem Land angekommen, was so viel versprochen hatte: Arbeit, Auskommen und Geld.
Den ganzen Tag arbeiteten sie hart und verstanden die Sprache nicht richtig. Aber sie konnten ihrer Familie monatlich Geld schicken, damit diese sich in der Heimat ernähren konnte. Es war so in Ordnung. Sie dachten daran, eine Zeit lang in dem Land zu bleiben und dann zurückzukehren. Zurück zu ihrer Familie, zurück ans Meer. Für eine Zeit ging das mit der Trennung, es ging auch, in den Baracken zu wohnen. Aber nun wurde es Winter, es wurde so ungewohnt kalt.
Ja, und es kam die Weihnachtszeit. Die Straßen waren geschmückt, Lichter brannten in den Häusern, in den Geschäften. Und die Sehnsucht wurde groß, die Sehnsucht nach der Heimat. Sie dachten an ihre Eltern und ihre Geschwister, ohne die sie nun das Fest feiern würden. In Gedanken waren sie nun bei ihnen, aber sie wussten, es war unrealistisch, sie bald wieder zu sehen. Ja, und seine Frau war schwanger, er hatte sie mitgenommen in das neue Land. Hätte er sie besser in der Heimat gelassen? Da wäre sie in der Wärme, da hätte sich die Familie um sie gekümmert. Hier gab es gute ärztliche Versorgung, aber sie hatten ja kein Geld und sie waren nicht richtig versichert. Er machte sich Sorgen, Vorwürfe auch. Vorwürfe für was?
Er wusste es nicht, aber er wollte ihr und dem Kind so viel mehr bieten. Er hatte ein seelisches Tief, gerade dann, als er ein paar Tage frei hatte. „Ein Familienvater muss seiner Familie doch etwas bieten können“, dachte er.

Da hörte er von draußen Musik. Er fühlte sich gestört, wollte die Leute, die er gewahrte, wegschicken. Aber seine Frau, die die ganze zeit gelegen hatte, kam heraus und sagte: „Oh ja, Musik, das ist schön, singt für uns.“ Sie sangen und die Frau wurde ganz ruhig. „oh, du bist ja hochschwanger“, sagte einer der Musikanten. „Ja, das Kind soll kommen und das ausgerechnet heute am Heiligen Abend“, antwortete der Mann. Die Schwangere erwiderte: „Wisst ihr, ich bin gläubig, ich glaube daran, dass ein Wunder geschieht, das Kind wird schon gesund zur Welt kommen, es ist Weihnachten und das Christkind hatte nur einen Stall und eine Krippe. Mehr nicht. Aber es hatte seine Eltern und das hat mein Kind auch. Es wird schon werden.“

„Dürfen wir eintreten?“, fragten die Musikanten fast schüchtern. „Ja, ihr dürft“, antwortete die Frau. Sie traten leise und schüchtern ein, hatten Rucksäcke und Decken dabei. Die Frau machte einen Tee und jeder stellte alles Essbare, was er hatte, auf den Tisch, einer hatte auch eine Kerze und sprach ein Gebet in seiner Sprache. So aßen sie zusammen in einem kleinen Raum und durch die vielen Menschen wurde der Raum ganz warm.

Sie machten nicht viele Worte, es kehrte eine friedliche Stille ein.
Es ging ganz schnell, die Wehen setzten ein, das Kind kam zur Welt. Weihnachten ereignete sich.

(c) Elfie Nadolny




Foto: KWN
Krippe aus der Krippenausstellung in Waldbreitbach
     PM   Buddy hinzufügen Copy Quote
Board >>  Geschichten zum Zuhören >>  Elfies Geschichten >> Weihnachten in einem anderen Land (Besuch der Könige?)
Seiten: <<  1  >>
Seite Drucken
Neues Thema    »Antworten«



Forum durchsuchen:




Dieses Forum ist ein Teil der Homepage Inselchens World (Link öffnet sich im neuen Fenster).
Dort finden Sie auch das Impressum sowie den Disclaimer.





   




Stefanos Bulletin Board, v1.3.8
© Coder-World.de, 2001-2006 (Stefanos)